Champagnerflecken im Teppich und ein zertretenes Tigerfell. Über die Schäden, die Butler James im Silvester-Klassiker „Dinner for One“ anrichtet, können Versicherer nur verhalten lachen. Denn in der Realität würde dies die Gastgeberin Miss Sophie mehrere tausend Euro kosten. Für viele Feier- und Feuerwütige ist Silvester die schönste Party des Jahres, für deren Versicherungsunternehmen jedoch eine teure Angelegenheit.

 

Ein böses Erwachen im neuen Jahr…

 

Der unvor­sichtige Umgang mit dem Feuer­werk

 

Mal ehrlich – ein sinnvoller Vorsatz fürs neue Jahr

 

 

Anzünden eines Streichholzes

Anzünden eines Streichholzes© Hendrik Lemke – Fotolia.com

Ein böses Erwachen im neuen Jahr…

Übermut kommt selten gut, das merkt man meist erst nach der Feier. Ein gefährlicher Leichtsinn an Silvester ist nicht selten auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen. Party-Peinlichkeiten inklusive.

 

Ein Start ins neue Jahr mit Katerstimmung ist schlimm genug. Für manch einen beginnt er noch dazu mit unerwünschten Schäden: Brandlöcher im Teppich, von Raketen beschädigte Häuserfassaden, durch Knaller demolierte Treppenhäuser oder von Wunderkerzen angesengte Wintermäntel …

 

Auch das geliebte Auto ist alljährlich in Gefahr. In einer Umfrage, ob man sich an Silvester Sorgen um sein Auto mache, gaben 11 Prozent der Befragten an: „Ja, ich hatte dadurch schon mal einen Schaden am Fahrzeug“. Weitere 6 Prozent antworteten mit „Nein, mein Auto ist ja versichert“. (Link: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/283837/umfrage/angst-vor-schaeden-am-auto-durch-silvesterkracher-in-deutschland-2013/) Dass bei Kfz-Schäden jedoch oft Selbstbehalte greifen und die Besitzer bei von glimmenden Böllern verursachten Seng- und Schmorschäden in der Regel leer ausgehen, wissen diese oft erst hinterher.

Der unvor­sichtige Umgang mit dem Feuer­werk

Aber nicht nur Sachschäden entstehen in der Silvesternacht. Für einige endet diese in der Notaufnahme mit Hörschäden, Augen­verletzungen und verbrannten Fingern. Wer obendrein illegale Feuerwerkskörper verknallt, riskiert nicht nur seinen Versicherungsschutz, sondern macht sich auch strafbar.

 

Dass leichtsinnige und fahrlässige Aktionen nicht nur unter Alkoholeinfluss entstehen, bewies ein 13-Jähriger, der zuhause Böller fand, sie zündete und einem Kind nach­warf. Die Mutter musste 1.000 Euro Schmerzens­geld zahlen, entschied das Land­gericht München (Az. 31 S 23681/00).

Mal ehrlich – ein sinnvoller Vorsatz fürs neue Jahr

Noch schlimmer als die Knallerei an Silvester sind eigentlich nur die Vorsätze, die alle Welt von Jahr zu Jahr aufs Neue NICHT in die Tat umsetzt.

 

Die Deutschen geben jährlich weit über 100 Millionen Euro für Knall­zeug aus. Hinzu kommen noch mal mehrere Millionen für die Straßenreinigung hinterher. Wie wäre es daher, im nächsten Jahr nur die Hälfte an Feuerwerk zu kaufen? Das spart Geld, welches man an eine soziale Einrichtung spenden könnte, schont die Umwelt und sorgt für Erleichterung beim Versicherer. Prosit Neujahr!

 


 

 

Mareen Rühle
Mareen Rühle war 2013 bis 2015 im Team „Unternehmenskommunikation, Wissensportal und Partnerbetreuung" der Versicherungsforen Leipzig als Werkstudentin tätig. Ihre Verantwortung lag unterstützend in der redaktionellen Pflege der Webseite, der Betreuung der Forenpartner sowie der Pflege der Kundendatenbank.