Wollen Sie Innovationen zum Anfassen erleben? Wollen Sie Kreativität spüren? Wollen Sie den Spirit der Zukunft fühlen, wenn es darum geht, Versicherungen in eine neue Ära zu führen? Dann sind Sie beim Axel Springer Plug & Play Accelerator genau richtig! ERGO ist nun das erste Unternehmen, mit dem das Unternehmen ein Corporate Partner Programm eingegangen ist. Die Versicherungsforen Leipzig durften hinter die Kulissen blicken und sind begeistert über so viel Innovationsengagement, das auch in der sonst so konservativen Assekuranz vorzufinden ist.

 

Was verbirgt sich hinter der Kooperation?

Geballte Innovation an einem Ort gebündelt

 

Was verbirgt sich hinter der Kooperation?

Ein Accelerator ist ein Unternehmen, das junge Start-ups gezielt fördert. Im Hause Axel Springer wurde letztes Jahr ein solches Programm in Berlin ins Leben gerufen. Wenige Meter von der Zentrale entfernt durchlaufen aktuell im Rahmen eines drei-Monatigen Batches 12 Teams das Programm von Axel Springer Plug and Play. Diese Art „Bootcamp“ soll die jungen Kreativen dabei unterstützen, ihre Idee zur Marktreife zu entwickeln, um mit dem Gesamtkonzept schlussendlich am sogenannten „Investoren-Tag“ finanzielle Unterstützter zu finden. Kernelement des Programms ist die Unterstützung der jungen Firmengründer durch ein umfangreiches Netzwerk und gezieltes Mentoring und damit verbunden durch eine fortlaufende Optimierung der Geschäftsidee.

 

Im Rahmen von „independent research development“ Maßnahmen wurden von ERGO Direkt in 2013 schon zwei interne F&E-Einheiten gegründet und aufgebaut. Die Beteiligung am Axel Springer Accelerator stellt nun einen weiteren wichtigen Innovationszweig für den ERGO Konzern dar.

 

Jessica Stelte (ERGO) und Martin Pluschke (ERGO Direkt) sind vor Ort in Berlin-Kreuzberg tätig und gewährleisten den konsequenten Transfer des Innovations-Know-hows aus dem Accelerator in den Konzern. Ebenso sind die beiden gemeinsam mit Axel Springer Plug & Play auf der Suche nach Start-ups aus den Bereichen E-Health, Connected Car und Share Economy – Themengebiete, die perfekt von Versicherungsunternehmen besetzt werden können. Der konkrete Auftrag lautet, durch das Zusammenarbeiten mit den Start-ups vor Ort Geschäftsmodelle und Ideen zu identifizieren, welche für die ERGO interessant sein können In der Folge stellen die Kollegen vor Ort den Kontakt zu den Start-ups mit potentiellen Ansprechpartnern im Haus her. „Wenn wir innovieren wollen, müssen wir die Linie verlassen. Gerade in der Versicherungsbranche haben wir verlernt, die Dinge immer wieder in Frage zu stellen. Vor allem die bewährten! Nur wenn wir loslassen, können wir Regeln brechen.“, fasst Martin Pluschke die Idee zusammen. Dazu gehöre auch, Anzug und Krawatte gegen Jeans und Hoodie einzutauschen, „sonst nehmen die dich schlicht nicht ernst“, sagt Pluschke weiter.

 

 

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Jessica Stelte (ERGO) und Martin Pluschke (ERGO Direkt)

 

Geballte Innovation an einem Ort gebündelt

Dass auf diese konsequente Art und Weise Innovationen in traditionelle Unternehmensstrukturen von Versicherungsunternehmen Einzug halten, ist keine Selbstverständlichkeit. Nicht umsonst ist das Gros der Versicherer gerade einmal in Stufe zwei des Innovationsreifegradmodells für die Branche einzuordnen. Umso erstaunlicher war es zu sehen, wie offen, konstruktiv und kreativ die Arbeit vor Ort vonstattengeht. Allein die Arbeitsatmosphäre stellt deutlich heraus, wie unterschiedlich das Denken und Arbeiten, aber auch die Geschwindigkeit in einem solch innovativen Umfeld im Vergleich zu dem in einem Versicherungsunternehmen ist. Da kann man den Entschluss nachvollziehen, dieses „Kompetenzzentrum“ für Innovationen direkt nach Berlin verlagert zu haben, statt aus dem fernen Nürnberg oder Düsseldorf zu operieren. Interessant wird es vor allem dann zu sehen, welche konkreten Versicherungsinnovationen aus der Zusammenarbeit mit den Start-ups in der Zukunft entstehen werden.

 

Als Besucher durften wir live zwei Start-up-Pitches beiwohnen. Es stellte sich CrossCloud vor, eine Client-Applikation für Cloud-Speicherdienste (Dropbox, Google Drive etc.), die es Nutzern ermöglicht, mehrere Accounts bei verschiedenen Anbietern gemeinsam zu nutzen. Das Start-up Reachherovermittelt über ihre Plattform den Kontakt zu Youtubern, die gezielt für Marketingkampagnen in Youtube als Multiplikatoren eingesetzt werden können. Mittels Kooperationen mit diesen Start-ups hat die ERGO nun die Möglichkeit, eigene Innovationen im Unternehmen voranzutreiben.

 

 

Accelerator

Innovative Köpfe bei der Arbeit!

 

Die nächste Bewerbungsrunde steht bereits vor der Tür. Interessierte Start-ups haben bis zum 11. Januar 2015 die Möglichkeit, sich für eine Teilnahme an dem Bootcamp zu bewerben. Das Coaching-Programm startet im März 2015. Gesucht werden insbesondere Unternehmensgründer aus den Bereichen E-Health, vernetzte Mobilität und Share Economy. Bewerbungen können unter http://www.axelspringerplugandplay.com/apply/ eingereicht werden.

 

Wir wünschen weiterhin viel Erfolg, Mut und Geduld beim Innovieren!

 

 

Informationen zu Axel Springer Plug and Play

Axel Springer Plug and Play ist ein in Berlin ansässiger Accelerator, der im Februar 2013 als Partnerschaft zwischen Axel Springer SE, Europas führendem Medien- und Verlagsunternehmen, und dem Plug and Play Tech Center, einem renommierten Start-up-Accelerator und Investmentfund aus Silicon Valley, gegründet wurde. Axel Springer Plug and Play bietet drei Mal jährlich ein dreimonatiges Accelerator-Programm an, in Berlin und mit individuellen Folgeaufenthalten in Silicon Valley. Weitere Informationen unter http://www.axelspringerplugandplay.com/

 

Weiterführende Links

http://www.axelspringerplugandplay.com/2014/corporate-partner-program-ergo-insurance-group-axel-springer-plug-play/

http://www.axelspringer.de/presse/-Aus-allen-Teilen-Europas-Axel-Springer-Plug-and-Play-startet-5.-Programmdurchlauf_22198750.html


 

Antje Pfeifer
Antje Pfeifer war bis Oktober 2015 als Leiterin für »Trendforschung und Innovationsmanagement« bei den Versicherungsforen Leipzig tätig. Sie beschäftigte sich mit den zentralen Herausforderungen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Assekuranz und bildete dabei eine Querschnittsfunktion über die einzelnen Kompetenzfelder der Versicherungsforen Leipzig ab.