Dem Management sowie der Steuerung von Personenschäden wird eine immer wichtigere Bedeutung beigemessen. Die Versicherungsunternehmen beschränken sich im Schadensfall nicht mehr nur auf den finanziellen Ausgleich der Kosten, sondern begleiten den Heilbehandlungsprozess des Geschädigten aktiv mit, indem z.B. spezielle Kliniken, Spezialisten, Behandlungs-, Operations- oder Rehabilitationsmethoden empfohlen und im Einzelfall bezahlt werden.

Sowohl die betroffene Person als auch der Versicherer profitieren von einem wirksamen Personenschadenmanagement. So wird durch eine aktive Steuerung und Begleitung des Heilbehandlungsprozesses eine schnelle Genesung des Geschädigten gefördert und Langzeitfolgen verringert. Die Versicherer können durch ein effektives Personenschadenmanagement die Kosten für den Verdienstausfall des Geschädigten senken.

Von einem Personenschaden wird gesprochen, wenn eine Person getötet oder in ihrer körperlichen Unversehrtheit oder in ihrer Gesundheit beeinträchtigt wird. Die durch den Personenschaden anfallenden Kosten sind durch die Versicherungsbranche zu erstatten. Dazu gehören zum einen Kosten, die zur Wiederherstellung der Gesundheit notwendig sind, wie z.B. Arzt-, Krankenhaus-, Rehabilitations- und Arzneikosten, und zum anderen Kosten, die für Dauerfolgen wie z.B. Betreuungs-, Umbaumaßnahmen, medizinische Hilfsmittel oder Einkommensverluste anfallen.

Entwicklungen im Personenschadenmanagement

In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Ausgaben für Personenschäden aufgrund medizinischer Entwicklungen im Gesundheitswesen und dem Einsatz moderner Techniken weiter ansteigen. Die Fallzahlen an Personenschäden werden zwar geringer, der Kostendruck auf der Seite der Versicherer steigt jedoch.

Auch die Digitalisierung schreitet im Personenschadenmanagement voran: Ein Beispiel dafür sind u. a. verschiedene Tools, die auf den Markt kommen, und den Versicherer bei der Arbeit unterstützen. Die Tools unterstützen bei der Einschätzung des Personenschadenaufwands und bei Prognosen über künftige Fallentwicklungen. Dennoch sollten sich die Versicherer bewusst sein, dass es mit dem Verwalten der Fälle nicht getan ist. Im Vordergrund aller Überlegungen und Entscheidungen sollte nach wie vor der Mensch – als geschädigte Person – stehen, für den spezielle und individuell geeignete Behandlungsmethoden erarbeitet werden.

Personenschadenmanagement auf dem Messekongress Schadenmanagement & Assistance

Auf dem diesjährigen Messekongress Schadenmanagement und Assistance, der am 10./11. April 2018 in Leipzig stattfindet, wird das Personenschadenmanagement in einem eigenen Themenpfad beleuchtet. Die fachliche Leitung über den Themenpfad wird im Jahr 2018 erstmalig durch Frau Christiane Schulte-Kögler, Geschäftsführerin der CAMAS – Integration & Consulting GmbH, übernommen. Es ist geplant, ein breites Vortragsangebot in den folgenden drei Themenblöcken – Pflege und Umbau, Psyche und Neurologie, Rehabilitationsmanagement – auf dem Messekongress anzubieten. Zudem wird es im Anschluss an die Vorträge einen „Round-Table“ als Abschlussdiskussion mit allen Referenten geben. Besonderer Wert wird in diesem Jahr auf den Praxisbezug gelegt.

Messekongress Schadenmanagement & Assistance 10./11. April 2018

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Vanessa Schupp
Von 2013 bis 2016 absolvierte Vanessa Schupp ein duales Studium zum Bachelor of Arts in der Fachrichtung BWL-Versicherung an der DHBW Karlsruhe. Seit 2016 bis voraussichtlich Herbst 2018 macht sie ihr Masterstudium der Betriebswirtschaft an der HTWK Leipzig. Seit November 2017 ist sie Werkstudentin bei den Versicherungsforen Leipzig im Kompetenzteam „Antrag, Vertrag & Schadenmanagement.