Im Februar 2014 war für die Versicherungsforen Leipzig ein kleiner historischer Tag, denn von jetzt an sollte es neben der Unternehmenswebseite auch einen Fachblog geben, welcher als Sprachrohr der eigenen Fachexpertise fungiert. Unser Fachblog für die Assekuranz ist nun fast eineinhalb Jahre alt und hat inzwischen das Laufen gelernt. Die ursprünglichen 300 Zugriffe pro Monat konnten wir vervierfachen und gewinnen monatlich neue Leser dazu.

Für einen Fashion-Blog wären das keine beeindruckenden Zahlen, für einen Blog mit Versicherungsfachthemen aber schon. Denn eines ist klar, nicht jeder Mensch – vor allem nicht in der Versicherungs- und Finanzbranche – ist automatisch ein interessierter und begeisterter Blogleser. Wenn er aber dann doch mal hängen bleibt, will man ihn auch halten und begeistern und hier beginnt eigentlich der schwierige Part beim Blog-Betreiben.

 

Warum ist Bloggen so In?

Leser unterhalten und Wissen speichern

Welche Erfahrungen haben wir gemacht?

 

sphère blog

 

Warum ist Bloggen so In?

Bereits in den 1990er Jahren tauchten die ersten Online-Tagebücher auf. Seitdem ist die Zahl der Blogs rasant gestiegen, auch die der Corporate Blogs. Bloggen ist schick und die Vorteile sind, sofern richtig umgesetzt, sehr vielfältig. Vertrauens-, Marken- und Reputationsaufbau sind nur einige, die an dieser Stelle genannt werden können. In der Unternehmens-Blogosphäre begegnen einem B2B- und B2C-Blogs. Beide sprechen unterschiedliche Zielgruppen an und sollten somit auch auf unterschiedliche Inhalte setzen. Handelt es sich um einen B2B-Blog, lässt man die Experten des Unternehmens zu Wort kommen. Bei einem B2C-Blog geht es vor allem darum, auf Themen aufmerksam zu machen und die Leserschaft zu sensibilisieren. Der B2B-Blog ist häufig auf ein bestimmtes Themenspektrum festgelegt, dem B2C-Blog sind eigentlich keine Grenzen in der Themenauswahl gesetzt. Letztendlich ist ein Blog ein weiterer Kanal im Kommunikationswegemix, bei dem man einen wahren Informationswert schaffen und diesen auch noch spannend und ansprechend verpacken muss. Hier kommen wir zu der eigentlichen Kür des Ganzen.

 

Leser unterhalten und Wissen speichern

Beim Corporate Blogging geht es darum, Themen interessant aufzubereiten, und nicht darum, auf einem weiteren Kanal sein Produkt anzupreisen. Die Leser erwarten einen inhaltlichen Mehrwert, doch die Beiträge sollten auf keinen Fall zu trocken geschrieben sein. Ausdrucksstarke Metaphern, Karikaturen und Grafiken können den Inhalt anreichern und dafür sorgen, dass die Leser den Blog erneut besuchen. Auch eingebettete Videos oder Audiodateien gestalten einen Blog lebendig. Die Backlinks von Videoplattformen fördern zudem die SEO-Optimierung.

Im Idealfall wird ein Corporate Blog zum unternehmenseigenen Wissensspeicher, der nicht nur für externe Zielgruppen zum Nachschlagewerk werden kann. Stellen Sie sich vor, Ihr Blog würde zum Wikipedia Ihrer Branche! Um den Informationswert zu steigern, sollte darauf geachtet werden, dass Beiträge Informationen bieten, die man nicht überall beliebig nachlesen kann.

 

Welche Erfahrungen haben wir gemacht?

Was im Abschnitt „Leser unterhalten und Wissen speichern“ zu lesen ist, wird für jeden Leser nachvollziehbar sein und kann bei korrekter Umsetzung zu einem erfolgreichen Unternehmensblog führen. In den 18 Monaten, die unser Blog nun live ist, haben wir versucht diese Dinge zu berücksichtigen und umzusetzen und mussten feststellen, dass sich die Anforderungen leichter (be-)schreiben als umsetzen lassen.

Die größte Herausforderung ist auch für uns das spannende Verpacken: Auf unserem Fachblog schreiben wir Expertenbeiträge zu teilweise sehr anspruchsvollen Themen. Solche Themen locker und vielleicht auch witzig zu verpacken, ist nicht einfach und auch nicht jeder Autor ist in der Lage dies umzusetzen. Was bringt die beste Expertenmeinung, wenn der Leser dennoch dem Einschlafen nahe ist? An der spannenden Verpackung arbeiten wir stetig und haben uns auch da schon verbessert. Wir spielen mit Formaten und wagen uns auch mal an branchenfremde Themen heran, sofern sie für die Leserschaft von Interesse sein könnten. Aber auch wir haben noch Baustellen. Sich diese Baustellen einzugestehen ist keine Schande, denn wichtig ist es, sie zu erkennen und anzugehen. Ein Unternehmensblog muss sich entwickeln und wird nicht von Anfang an perfekt sein. Darauf sollte man sich vorbereiten.

Generell sind der Kreativität beim Bloggen keine Grenzen gesetzt – auch wir versuchen weiterhin das Beste aus uns und den Themen raus zu holen. Gern teilen wir auch weiterhin unsere Erfahrungen hierzu!


 

Bärbel Büttner
Bärbel Büttner unterstützt als Referentin für Social Media seit 2013 das Team "Unternehmenskommunikation, Wissensportal und Partnerbetreuung" der Versicherungsforen Leipzig. Ihr Schwerpunkt liegt in der Betreuung und Entwicklung der Social-Media-Präsenz der Versicherungsforen Leipzig. Dabei ist sie u.a. für die redaktionelle Betreuung des »Fachblogs für die Assekuranz« zuständig.