Die Versicherungsbranche befindet sich in einer heiklen Phase. Die Kapitalerträge sinken, der Kostendruck steigt. 1,9 Milliarden Euro Beitragseinnahmen stehen in der Transport- und Luftfahrtversicherung 1,252 Milliarden Euro Leistungen gegenüber, weist die GDV Statistik aus. Derzeit liegt die Combined Ratio in dieser Sparte bei insgesamt 97,2 Prozent. Theoretisch kann man hier mit einem höheren Absatz gegensteuern, aber woher sollen die neuen Policen kommen? Neugeschäft wächst nicht auf Bäumen, vom Ertrag der verfügbaren Risiken einmal ganz abgesehen. Und auch die Sanierung ist nach mehreren harten Jahren nur letztes Mittel.

 

Was also tun, um die Combined Ratio zu verbessern?

 

Ansatzpunkte zur Verbesserung der Combined Ratio

Ihre Meinung ist gefragt!

Fragezeichen

Ansatzpunkte zur Verbesserung der Combined Ratio

Einer der wesentlichen Ansatzpunkte ist ein professionelles Schadenmanagement. Hier liegt meines Erachtens einer der größten Hebel, um die Ertragslage des Versicherungsunternehmens nachhaltig zu verbessern. Beispiele sind etwa der Einsatz und die Steuerung spezialisierter Dienstleister wie Havariekommissare, Verpackungsspezialisten oder Ermittler nach Straftaten. Auch eine professionelle Betrugsabwehr kann die Zahlen beeinflussen, ebenso wie die moderne Aufstellung der Schadenabteilung nebst elektronischer Infrastruktur.

In der Transport- und Verkehrshaftungsversicherung ist das Schadenmanagement aber noch nicht so professionalisiert, wie es in den Massensparten Kfz-Versicherung oder Gebäudeversicherung der Fall ist.  Dies liegt zum einen an der Spezialität der Sparte, zum anderen an teils nur wenig Anteil am Gesamtumsatz eines Versicherungskonzerns. Die Professionalisierung des Schadenmanagements mit einer stärkeren Einbeziehung spezialisierter Dienstleister sollte bei den verantwortlichen Schadenleitern und Schadenleiterinnen daher ganz oben auf der Agenda stehen.

Ihre Meinung ist gefragt!

  • Aber wie sieht es in der Praxis tatsächlich aus? Arbeiten die Transportversicherer aktiv an der Verbesserung ihres Schadenmanagements und wie könnte das gelingen? Mich interessiert Ihre Meinung dazu. Deshalb möchten wir den Bedarf ermitteln. Ziel ist es herauszufinden, wie die Branche an dem Thema Schadenmanagement in Zukunft arbeiten kann. Was kann die Transportversicherungsbranche gemeinsam erforschen und entwickeln?
  • Wie muss der Schadenbereich der Transportversicherung aufgestellt sein?
  • Welche Dienstleister können wie gesteuert werden?
  • Wie sieht die spezielle Schadenprävention in diesem Firmenkundensegment aus?
  • Braucht man ein anderes Vorgehen gegen Versicherungsmissbrauch?
  • Schadenmanagement im Underwriting?
  • Wo ist sonst Bedarf?

Diskutieren Sie mit; entweder hier, auf dem Fachblog für die Assekuranz, oder sprechen Sie mich einfach direkt an! Ich freue mich auf Ihr Feedback.

 

Christian Dierks

T 0341 98988-261

E dierks@versicherungsforen.net

 


 

Christian Dierks
Christian Dierks, Jahrgang 1972, studierte bis 1998 Jura an der Universität Hamburg. Seine berufliche Karriere startete er in einer Rechtsanwaltskanzlei. Die Zulassung zum Rechtsanwalt besteht bis heute. In die Versicherungswirtschaft wechselte Herr Dierks im Mai 2003. Bis zu seinem Wechsel zu den Versicherungsforen Leipzig blieb er der KRAVAG LOGISTIC Versicherungs-AG (R+V Gruppe) treu. Dort wirkte Christian Dierks über zehn Jahre in der Direktion des Marktführers für die Transport- und Verkehrshaftungsversicherung mit, acht Jahre als Großschadenregulierer, danach als Gruppenleiter Schaden und schließlich zwei Jahre als Prokurist und Abteilungsleiter Betrieb.
2014 bis 2015 verstärkte Herr Dierks die Versicherungsforen Leipzig als Projektmanager Schadenmanagement im Kompetenzteam Antrag, Vertrag & Schadenmanagement. Zu seinen Schwerpunkten zählten neben dem Messekongress Schadenmanagement und Assistance auch Projekte und Fachberatungen sowie juristische Themen.