Skynet is watching you: Wie intelligent ist künstliche Intelligenz?

 

Der Begriff „künstliche Intelligenz“ (kurz KI) ist heutzutage vielen Menschen bekannt. Auf Industrie- und IT-Messen kann man eine Ahnung bekommen, wo die Reise hingehen wird. In den Medien ist das Thema in den letzten Wochen stark umstritten. Elon Musk äußert sich bereits seit längerem kritisch über den Einsatz künstlicher Intelligenz. Insbesondere in Kombination mit autonomen Waffen, sieht der Tesla-Chef ein großes Risiko. In einem im Internet veröffentlichten Brief an die Vereinten Nationen warnen er und 116 Experten die Weltgemeinschaft eindringlich, „tödliche autonome Waffen“ zu entwickeln. Doch was genau kann KI bereits heute und was kann sie nicht? Dieser Frage möchte ich in meinem Beitrag auf den Grund gehen.

Bild: business benchmarking benchmark measure company performance vector |  #89883013 | ©bakhtiarzein  | Fotolia.com

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Mit dem Begriffen KI wird oftmals die Erwartung geschürt, dass eine menschenähnliche Intelligenz nachgebildet wer­den kann, die Aufgaben effizienter und besser löst als jeder Mensch. Ob diese Technologie zum heutigen Stand diesem Anspruch immer gerecht wird bzw. gerecht werden kann, ist jedoch kritisch zu hinterfragen. Technisch weniger Versierte sehen in der Technologie ein Allheilmittel für sämtliche Arbeitsprozesse oder aber auch reinen Hokuspokus. Der KI-Experte hingegen sieht sowohl enormes Potenzial bei der Auto­matisierung von Teilprozessen als auch bei der Auswertung und dem Aufzeigen von Mustern in riesigen Datenquellen.

 

Was kann eine KI bereits heute und wo stößt sie an ihre Grenzen?

KI begleitet uns bereits durch den Alltag, denn virtuelle Assistenten wie Siri und Google verstehen unsere gesprochene Sprache, geben uns auf be­stimmte Fragen passende Antworten und sind auch bei der Übersetzung überraschend gut. In der Medizin werden immer mehr Befunde, wie beispielsweise Röntgenbilder, durch eine intelli­gente Software ausgewertet, die frühzeitig Auffälligkeiten in den Daten (Bildern) erkennen kann. In einer großen Menge an unstrukturierten Daten kann man mit KI Ordnung ins große Chaos bringen und die Daten verarbeiten, kombinieren und auswerten. Die Umsetzung von anderen mensch­lichen Intelligenzdisziplinen, wie emotionale und soziale Intelligenz, Kreativität sowie Planung und Organisation, lassen sich im Rahmen von KI nur schwer bis gar nicht abbilden. Der Mensch lernt aus sehr wenigen Beispielen und ist in der Lage vorauszudenken und Dinge zu antizipieren. Die Maschi­ne hingegen benötigt hierfür eine sehr große Datenmenge.

Was das Thema Cyber-Sicherheit betrifft, könnte KI sich als Problemlöser hervortun, denn immerhin ist eine KI unbestechlich und daher auch Spam und Phishing gegenüber unempfänglich. Eine unberechenbare Konstante gibt es jedoch bei dieser Überlegung: Die Komplexität dieser Systeme ist so groß und oftmals noch nicht nachvollziehbar, dass nicht ausgeschlossen werden kann, neue Lücken für Angreifer zu schaffen.

Die KI kann bereits sehr viel, doch vor allem die Frage nach einer ausreichenden Datensicherheit und Kontrolle über die Maschinen beschäftigt noch viele Menschen und macht sie den intelligenten Maschinen gegenüber misstrauisch. Neben Elon Musk haben in der Vergangenheit weitere Kritiker, wie Steven Hawking und Bill Gates, vor einem unbedachten Einsatz der Maschinen gewarnt und sehen in ihnen eine große existenzielle Bedrohung. Abzuwarten bleibt daher, inwieweit sich die KI in Zukunft noch entwickeln wird und ob die Menschen die intelligenten Maschinen nach wie vor kontrollieren können.


 

Bloggt zu den Themen: Informationstechnologie, Innovation

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