Social Media in der Versicherungsbranche – die Zielgruppe kennen und erreichen (Tag 1)

Das Thema Social Media ist in den Versicherungshäusern angekommen. Die Herausforderung besteht nun darin, die Zielgruppen auf den richtigen Kanälen zu erreichen und das mit dem richtigen Content. Die Fachkonferenz „Online-Marketing und Social Media“ fand heute zum siebten Mal statt. Auch in diesem Jahr möchten wir die wichtigsten Ergebnisse der beiden Veranstaltungstage in je einem Blogbeitrag zusammenfassen.

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Vincent Wolff-Marting eröffnet die Konferenz

 

Wie man von der Customer Journey profitiert

Zum Auftakt stellten Oliver Kluge von Direct Line und Lucas Alcaide von Google Spain ein gemeinsames Projekt vor. Dabei wurde die Customer Journey der Kunden analysiert, mit dem Ziel, die Conversion Rate zu erhöhen. Ein Ergebnis der Analyse ist, dass eine Multikanalstrategie am besten geeignet ist, um auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Denn so hat der Kunde die Möglichkeit den Kommunikationskanal (Telefon oder Internet) zu wechseln, wird aber nicht dazu gezwungen. Mit dem Wissen über die Customer Journey konnte die Conversion Rate in dem Pilotprojekt versechsfacht werden.
Die Teilnehmer interessierte v. a. wie die Direct Line und Google dabei den Datenschutz eingehalten haben. Oliver Kluge verwies auf die Anonymisierung der Daten, während Lucas Alcaide beschrieb, dass von den Kunden nur Keywords, der Standort, die Marke des Handys und wie lange welche Seite besucht wurde, erhoben wurden.

 

Guter Content bedarf auch einer digitalen Intelligenz

Miriam Löffler referierte anschließend zum strategischen Umgang mit Content. Sie betonte die Wichtigkeit von Inhalten, indem sie Content-Entwickler als Vertriebler des Internets und die Webpräsenz als Niederlassung im digitalen Raum bezeichnete. Die Umsetzung einer Content-Strategie hänge insbesondere davon ab, ob die Mitarbeiter bereit für Veränderungen seien. Auch die enge Zusammenarbeit mit der IT sei enorm wichtig. Außerdem müsse es einen Content-Strategen geben, der die verschiedenen Quellen koordiniert und zusammenführt. Bei der Erfolgsmessung sollten nicht nur harte Zahlen, sondern auch Kundenmeinungen bspw. in sozialen Netzwerken, berücksichtigt werden. Am wichtigsten sei aber, dass der Content individuell ist. Aus diesem Grund konnte und wollte Miriam Löffler auch die Nachfrage, wie man die junge Zielgruppe erreichen kann, nicht pauschal beantworten.

 

In 120 Minuten durch die digitale Welt der sozialen Medien

Neben den fachlichen Vorträgen stand in diesem Jahr erstmals ein World Café auf der Agenda der Fachkonferenz. In zwei Stunden hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich an fünf Stationen austauschen:

  • Effizientes Reputation-Management über die Community
  • Native Advertising – Öffentlichkeitsarbeit 2.0 auch für die Assekuranz?
  • Augmented Reality – Demonstration der Technologie und Erörterung von Einsatzperspektiven für die Versicherungsbranche
  • Digitale Vertriebsunterstützung für Versicherungen
  • FAQ-Sitzung zum strategischen Umgang mit Content

 

World Café

Die Ergebnispräsentation vom World Café

 

Im Anschluss wurden exemplarisch einige Ergebnisse des World Cafés vorgestellt. So z. B., dass das Thema Native Advertising noch in den Kinderschuhen steckt, Versicherer aber keine Berührungsängste damit haben. Social Media birgt zudem nicht nur Potenzial für den Direktvertrieb, sondern auch für das Reputationsmanagement einzelner Vertriebler. Die Reputation eines Versicherers hänge zudem nicht ausschließlich von der Qualität der Produkte, sondern auch im hohen Maße von der Kommunikation ab.
Die Einsatzmöglichkeiten von Augmented Reality in der Assekuranz sind zwar oft noch Zukunftsmusik, Einsatzpotenziale wurden durch die Teilnehmer jedoch zahlreiche genannt. So ist z. B. die „spielerische Schadenprävention“ denkbar.
Ein Konsens, ob ein Profil auf Instagram aufwendiger ist als auf Facebook, wurde nicht gefunden. Fakt ist aber, dass es die Foto- und Videoplattform mittlerweile auf die Agenda der Assekuranz geschafft hat.

Passend zum heutigen Valentinstag wurde im Rahmen der Veranstaltung erstmals das Projekt #herzensangelegenheiten vorgestellt, eine Social-Media-Kampagne der Versicherungsforen Leipzig, an der sich Versicherer gern beteiligen können.
Als Ersatz für ein romantisches Abendessen am Valentinstag stand ab 19:30 Uhr das Restaurant Enchilada zur Verfügung.

 

Tag 2 der Veranstaltung


 

 

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