Das Jahr neigt sich dem Ende! Doch bevor wir uns voller Tatendrang in das Jahr 2015 stürzen, wollen wir noch einmal einen Blick auf das Jahr 2013 werfen. Dies war geprägt von hohen Leistungsauszahlungen, da mehrere schwere Naturereignisse die Leistungen der Schaden- und Unfallversicherer auf ein Rekordhoch schnellen ließen: Knapp 50 Milliarden Euro zahlten sie an ihre Kunden aus. Das entspricht einem Anstieg von über 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, der höchste seit fast 25 Jahren.

 

Global betrachtet hat das dem Markt aber nicht unbedingt geschadet, denn der deutsche Versicherungsmarkt zählt mit einem Weltmarktanteil von über 5 Prozent zu den Top 10 der größten Märkte. Auch die Beitragseinnahmen der deutschen Erstversicherer, die um 3,1 Prozent auf 187,2 Milliarden Euro angestiegen sind, zeigen einen positiven Trend auf (Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.). Die Versicherungsbeiträge machen derzeit knapp 7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus.

 

Auch wenn es die Lebensversicherer in diesem Jahr nicht unbedingt einfach hatten, wir erinnern uns an die sinkenden Zinsen und das Lebensversicherungsreformgesetz, konnten sie doch in 2013 mit 90,8 Milliarden EUR (48,5 Prozent) den größten Anteil an Beitragseinnahmen verzeichnen. Den zweitgrößten Anteil verzeichneten die Schaden- und Unfallversicherer, die Beiträge in Höhe von 60,6 Milliarden EUR erwirtschafteten (32,3 Prozent). Der Anteil der Privaten Krankenversicherer ging auf 19, 1 Prozent (2012: 19,6 Prozent) zurück.

 

Das Gesagte lässt sich auch in Grafiken fassen und diese folgen anbei.

 

 


Hinweis: Im Oktober gab es ein ausführliches „Zahlen, Daten, Fakten“ zum deutschen Versicherungsmarkt. Für Forenpartner ist dieses mit entsprechendem Login frei verfügbar. Das Dokument finden Sie hier.


Katja Wagenknecht
Katja Wagenknecht ist seit 2012 bei den Versicherungsforen Leipzig tätig. Seit 2016 leitet sie das Team „Unternehmenskommunikation, Wissensportal und Partnerbetreuung“. Als Linguistin ist sie Expertin für die Produktion und Aufbereitung von Texten und Artikeln, als Betriebswirtin besitzt sie gleichermaßen das Gespür für Zahlen und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge.