Vermittlung mal anders – Zwei junge Unternehmer aus Dresden zeigen, wie es geht

Der Versicherungsmarkt ist im steten Wandel. Insbesondere die Vermittlerseite wird sich in den nächsten Jahren stark ändern. Digitalisierung, die sich damit ändernden Kundenanforderungen und das Nachfolgemanagement sind nur einige der Herausforderungen. Bei all den Trends und Prognosen darf jedoch nicht der Wunsch des Kunden nach echter und kompetenter Beratung vernachlässigt werden. Denn diese ist bei komplexen Finanz- und Versicherungsprodukten noch immer gefragt und bietet zahlreiche Ansatzpunkte für den Vermittler.

Im nachfolgenden Beitrag stellt sich ein junges Unternehmen aus Dresden vor. Unter dem Namen PROGRESS.MADE.IN.DRESDEN® haben es sich zwei junge Vermittler zur Aufgabe gemacht, mit kompetenter, ehrlicher und vor allem individueller Beratung die Bedürfnisse Ihrer Kunden zu erfüllen. Das Unternehmenskonzept ist nicht neu, die Umsetzung hingegen schon. Tom Wonneberger und Stephan Busch, die Gründer der Firma PROGRESS.MADE.IN.DRESDEN®, gewähren uns einen Einblick in ihr Konzept und verraten uns, warum Sie die klassische Finanz- und Versicherungsvermittlung anders angehen.

 

Wenn man auf Eure Internetseite geht, hat man nicht den Eindruck, sich im Online-Bereich eines Vermittlers zu befinden. Euer Konzept und Eure Beratungsleitung werden aber sehr gut angenommen. Wie erklärt Ihr Euch das?

Stephan Busch: Wir sehen darin keinen Widerspruch, im Gegenteil. Unsere Zielgruppe – junge Leute – sind einerseits sehr internetaffin andererseits aber auch sehr vorsichtig. Vorsichtig gegenüber allzu marktschreierischen und werblichen Internetauftritten. Junge Leute wollen auf ungewöhnliche Weise und auf Augenhöhe angesprochen werden, nicht mit plumper Werbung.

Unser Ziel war und ist es, aufzufallen, es anders zu machen. Unser Firmenslogan ist unsere Philosophie: Stell dir vor: Es geht auch anders. Wir verkleiden uns nicht mit Anzügen, sprechen kein Fachchinesisch oder machen die KFZ-Wechselaktion. Wir sind authentisch mit dem, was wir machen und wie wir es umsetzen. Gerade das ist es, was andere Menschen begeistert. Dass wir eine gute, ehrliche und fundierte Beratung bieten, ist da eher die Basis, die Voraussetzung, mit der Interessenten zu uns kommen. Die Beratung von Menschen – egal in welchem Bereich – läuft zu, sagen wir, 90 % über Sympathie und Vertrauen. Kein Kunde kann doch wirklich einschätzen, ob die Beratung qualitativ besser ist, als die der Konkurrenz. Also verlässt sich der Kunde auf die Heuristik: Der ist mir sympathisch, dem kann ich vertrauen = Der macht einen guten Job.

 

Ihr wusstet ziemlich früh, was Ihr beruflich machen wollt und habt Euch bereits mit dem Studium an der BA Dresden darauf vorbreitet. Wie kam es dazu und wie lange Ihr habt an der Konzeptentwicklung gesessen?

Tom Wonneberger: Wir kommen eigentlich aus völlig verschiedenen Branchen. Stephan ist gelernter Werbedesigner, ich habe mal Jura studiert. Über den Strukturvertrieb sind wir in die Branche gekommen, wobei wir uns beide bereits früh für Wirtschafts- und Finanzthemen interessiert haben. Im Strukturvertrieb haben wir gelernt, wie es nicht geht. Dabei haben wir auch beide ordentlich Geld in Rentenversicherungen versenkt. An der Berufsakademie haben wir im dritten Semester eine Facharbeit gemeinsam erstellt, in der wir untersucht haben, was Studenten an Absicherung eigentlich brauchen. Dazu haben wir auch eine Umfrage gestartet und bemerkt: Da ist ein riesiger Bedarf an hochwertiger Beratung!

Im Laufe der folgenden anderthalb Jahre haben wir kontinuierlich an dem Konzept gearbeitet, es getestet und weiterentwickelt. Unsere Abschlussarbeit haben wir genutzt, um einen Businessplan zu erstellen und das Unternehmenskonzept in Form zu gießen. Die äußerst positive Bewertung, unter anderem von einer Wirtschaftsprüferin, hat uns in unserem Vorhaben, uns selbstständig zu machen, noch bestärkt. In einem Gründungscoaching gab es noch mal einen Feinschliff. Alles in allem haben wir sicher mehrere Tausend Stunden Arbeit reingesteckt. Das Entscheidende: Das Ganze ist ein Prozess. Wir arbeiten weiterhin tagtäglich daran.

 

Der Vermittlermarkt wird sich in den nächsten Jahren stark ändern. Wie reagiert Ihr darauf und habt Ihr schon Pläne für die Zukunft, die Ihr uns verraten wollt?

Wir werden noch digitaler. Das heißt, wir werden Interessenten die Möglichkeit geben, sich inhaltlich zum Thema Finanzen und Versicherungen über unsere verschiedenen Kanäle zu informieren. Gerade junge Leute handeln nach dem Prinzip: inform online, purchase offline. Dort wollen wir besser werden.

Das Thema Personalentwicklung und Ausbildung hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir bilden bereits jetzt eine Studentin als Praxispartner der BA Dresden aus. Damit sichern wir uns frühzeitig die dringend benötigten Fachkräfte und führen junge Menschen an unser Konzept heran.

Weiterhin wollen wir Netzwerke bilden. Netzwerke mit Maklern und Beratern, um unseren Mandanten Spezialisten für Themen empfehlen zu können, die wir nicht beraten können, dürfen oder wollen. Die alte Bauchladenstrategie hat für uns keine Zukunft. Andererseits möchten wir auch Netzwerke in viele andere Branchen bilden, um für den Mandanten in möglichst allen Lebenslagen, DER Ansprechpartner zu sein. Das wird sich unserer Meinung nach in die Richtung eines Lifecoachings entwickeln. Für eine solche Art der Rundum-Betreuung fällt es dann auch nicht schwer die, von uns angestrebte, Honorarberatung umzusetzen. Sicher werden nie alle Menschen eine solche Dienstleistung in Anspruch nehmen wollen oder können. Aber wer sich in diesem Segment frühzeitig etablieren kann, hat einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Themen, die für uns relevant sind, aber hier nur kurz genannt werden sollen sind: Prozessoptimierung, Qualifikation und Weiterbildung, Fusionen und Bestandskäufe, Unternehmertum, Markenentwicklung und Spaß bei der Sache.

Sie haben Fragen an Tom Wonneberger und Stephan Busch? Dann nutzen Sie die Gelegenheit, hier mit den beiden ins Gespräch zu kommen.

Bloggt zu den Themen: Gastartikel, Vertriebsmanagement

Hinterlasse eine Antwort