Kollaboration in Zeiten von Enterprise 2.0

Veränderte Altersstrukturen, die globale Vernetzung der Unternehmen, die Notwendigkeit, Wissen unternehmensweit zur Verfügung zu stellen und die stetig hohe Marktdynamik sind treibende Kräfte bei der Entwicklung der kooperativen Zusammenarbeit. Immer mehr Unternehmen bereiten ihr Haus sowohl technisch und als auch organisatorisch darauf vor, den eigenen Mitarbeitern zukünftig entsprechende Kommunikations-, Partizipations- sowie Kollaborationsmöglichkeiten bereitstellen zu können, die das Web 2.0 schon heute bietet. Der Einsatz von Social Software im Unternehmen bietet hierbei neue Wege der Interaktion.

 

Kollaboration als Managementinstrument

E-Collaboration und ihre Risiken

Kollaboration mit dem Kunden

 

Kollaboration als Managementinstrument

Kommunikation ist alles! Aus diesem Grund sollte das Hauptaugenmerk bei der Umsetzung einer umfassenden Kollaborations-Strategie auf der Verbesserung des Wissensaustausches, dem gezielten Einsatz von Daten und Informationen aus dem betrieblichen Unternehmensumfeld sowie auf der Optimierung des Entwicklungsprozesses gemeinsamer Ideen und Projekte liegen. Eine intensive Kommunikation – unabhängig von der geografischen Verteilung – und ein schneller Zugang zu den richtigen Personen sind dabei wichtige Erfolgsfaktoren.

 

Um Kollaboration als Managementinstrument im Allgemeinen und Kollaborations-Werkzeuge im Speziellen einzuführen, müssen in einem ersten Schritt Prozesse und Unternehmensbereiche identifiziert werden, in denen der Einsatz solcher Tools auch Nutzen stiftet. Neuentwickelte Kollaborations-Konzepte müssen dann den Mitarbeitern vermittelt werden, damit diese anschließend auch zielgerichtet zum Einsatz kommen. Dabei ist auch Teamwork gefragt! Nach Möglichkeit sollten neben der IT auch Mitarbeiter verschiedener Abteilungen bei der Konzeption und Einführung derartiger Instrumente eingebunden werden, um als Multiplikatoren den Transformationsprozess zu erleichtern und die Akzeptanz innerhalb des Unternehmens zu fördern.

 

E-Collaboration und ihre Risiken

Bei der E-Collaboration werden insbesondere webbasierte Informations- und Kommunikationslösungen genutzt, um kollaborationsintensive Prozesse zu optimieren. Die Arbeit in virtuellen Teams mit mehreren „mobilen“ Mitarbeitern birgt allerdings auch gewisse Risiken. Der Zugriff auf die gemeinsamen Daten erfolgt über unterschiedliche, z.T. unsichere Zugänge – etwa per Mobilfunkverbindung oder über einen ungeschützten WLAN-Port. Dadurch können erhebliche Sicherheitslücken entstehen. Sensible Daten sollten daher das eigene Rechenzentrum nach Möglichkeit auch im Rahmen von Kollaborations-Aktivitäten nicht verlassen. Generell ist eine Kontrolle der Datennutzung empfehlenswert.

 

Kollaboration mit dem Kunden

Beim Thema Kollaboration spielt auch das Social Web eine Rolle. Die kollaborative Zusammenarbeit mit Kunden, um diese als Ideengeber und Wissensträger in Innovationsprozesse einzubinden, wurde und wird von Unternehmen unterschiedlichster Branchen schon erfolgreich betrieben. Die Kommunikation auf „virtueller Augenhöhe“ erfolgt hierbei überwiegend über Social-Web-Anwendungen.

 

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt die Barmer GEK, die ihre Kunden als Ideengeber nutzte, um das neue Internetportal kundenfreundlicher zu gestalten. Die gesamte Kommunikation zwischen dem Versicherer und den beteiligten Kunden erfolgte dabei über das Internet. Die Versicherten der Barmer GEK begrüßten die Einbindung in den Neugestaltungsprozess. Verbesserungshinweise etwa zum Anmeldeprozess, zur optischen Darstellung von Inhalten oder bzgl. zusätzlicher Informationen zu bestimmten Themengebieten wurden bei der Entwicklung mit einbezogen, was die spätere Kundenakzeptanz insgesamt deutlich erhöhte. Ein Vorgehen, das sich aus meiner Sicht auch gut auf andere Bereiche übertragen lässt.

 

Inwieweit hat Enterprise 2.0 in Ihrer Unternehmenskultur Einzug gefunden und wo sehen Sie ungenutzte Potentiale?

 

Hinweis: Einen ausführlicheren Beitrag hierzu finden Sie in unserem Themendossierarchiv.


Bloggt zu den Themen: Betriebsorganisation

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